Das ehrgeizige Ziel der Bioenergie-Region heißt: Gemeinsam eine Null-Emissions-Region entwickeln. Um dies zu erreichen, soll die Erzeugung regenerativer Energien in der Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber unterstützt und gefördert werden.
Bioenergie-Region H-O-T will Natur- und Artenschutz ausbauen
Bereits über 10.000 Tonnen CO2 eingespart | Erster Bioenergie-Honig in Planung
In der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T) soll der Natur- und Artenschutz deutlich mehr Gewicht bekommen. Eine eigene Arbeitsgruppe wird sich künftig mit diesem Themenbereich intensiv auseinandersetzen und die Naturschutzaktivitäten in der Region vernetzen. „Uns ist es sehr wichtig, dass wir verantwortungsvoll mit den Flächen in unserer Region umgehen und den natürlichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen erhalten“, so der Geschäftsführer der Bioenergie-Region H-O-T Sebastian Damm. Deshalb wolle man die Naturschutzverbände in die energetische Weiterentwicklung der Region stärker einbinden.
Arbeitsgruppe aus Untermaßholderbach besucht Biomasseheizwerk
„Auf der Suche nach der idealen Wärmequelle“
Umweltgerechte, zukunftsorientierte Energiegewinnung mit Holzhackschnitzeln war am vergangenen Mittwoch das Schwerpunktthema der Untermaßholderbacher Arbeitsgruppe die sich mit der Weiterentwicklung der Gemeinde zum Bioenergiedorf befasst. Passend dazu organisierte die Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber GmbH eine Lehrfahrt zur Besichtigung eines Holzkraftwerkes der Stadtwerke Neckarsulm. Vor Ort staunte die Untermaßholderbacher Reisegruppe nicht schlecht. Das im Februar 2004 in Betrieb genommene Biomasseheizwerk mit ORC-Anlage ist eine wirtschaftlich, technisch und ökologisch interessante Lösung zur kombinierten Wärme- und Stromerzeugung aus heimischen erneuerbaren Energieträgern. Pro Jahr können hier 48.000 m³ Holzhackschnitzel verbrannt werden. Das entspricht einer Einsparung von 3,7 Mio. Liter Heizöl bzw. 5.000 t CO2.
Erdbach, Freudenbach und Waldmannshofen: Arbeiten laufen auf Hochtouren
Beim Thema Bioenergiedorf wird im Raum Creglingen aufs Tempo gedrückt. In den drei Ortsteilen Erdbach, Freudenbach und Waldmannshofen sind die Planungen in den vergangenen Wochen deutlich konkreter geworden. Mit Unterstützung der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T) wurden Arbeitsgruppen gegründet, die jetzt ihre ersten Erfolge präsentierten können. Besonders aktiv sei die Arbeitsgruppe in Waldmannshofen, sagt der Geschäftsführer der Energieagentur Main-Tauber-Kreis GmbH, Lothar Lauer, der auch das Regionalbüro der Bioenergie-Region im Main-Tauber-Kreis leitet. Wie Lauer weiter berichtet, haben in Waldmannshofen mehrere Bürger eine Gesellschaft zum Betrieb eines Nahwärmenetzes gegründet. Dieses soll im Zuge der aktuell anstehenden Kanalarbeiten gleich mitverlegt werden. Geplant ist, dass die Wärme für das Netz unter anderem aus einer Biogasanlage kommt, die ein Landwirt noch im Sommer bauen will.
In dem unserem ersten Informations-Video stellen wir die Bioenergieregion und ihre Ziele vor. Erfahren Sie alles über die Möglichkeiten, die sich durch die Bioenergieregion Hohenlohe-Odenwald-Tauber ergeben.